Google-Play-Abos kündigen

Öffne play.google.com/store/account/subscriptions (oder in der Google Play App dein Profilbild → Zahlungen & Abos → Abos), wähle das Abo aus und tippe auf „Abo kündigen“. Du nutzt es bis zum Ende des bereits bezahlten Zeitraums weiter — und die App zu deinstallieren kündigt gar nichts.

Der schnelle Weg

  1. Öffne play.google.com/store/account/subscriptions — angemeldet in dem Google-Konto, zu dem das Abo gehört.
  2. Wähle das Abo aus und klicke auf Verwalten.
  3. Klicke auf Abo kündigen.
  4. Wähle im Bestätigungsfenster einen Grund und klicke auf Weiter.

Am Handy ist es dasselbe Ziel mit weniger Klicks: In der Google Play App oben rechts auf dein Profilbild tippen, dann Zahlungen & AbosAbos, das Abo auswählen und auf Abo kündigen tippen.

Die App zu deinstallieren kündigt nichts. Google schreibt es unmissverständlich: „Wenn Sie die App deinstallieren, wird Ihr Abo nicht gekündigt.“ Es ist das teuerste Missverständnis auf Android — die App ist vom Handy, die Abbuchung bleibt auf der Karte. Erst kündigen, dann deinstallieren.

Wenn du das Abo nicht findest

Fehlt ein Abo, von dem du sicher weißt, dass du es hast, ist Googles erster Tipp meistens der richtige: Es hängt wahrscheinlich an einem anderen Google-Konto. Wechsle das Konto und sieh noch einmal nach, bevor du irgendetwas anderes schließt — auf vielen Android-Handys existiert neben dem privaten noch ein zweites oder ein Arbeitsprofil.

Pausieren statt kündigen

Manche Apps lassen sich pausieren statt kündigen. Für Saisonales ist das der bessere Zug — die Fitness-App im Dezember, die Lernplattform zwischen zwei Semestern. Was Google dazu dokumentiert:

  • Die Pause beginnt am Ende des aktuellen Abrechnungszeitraums, nicht sofort.
  • Je nach App und Abo stehen Zeiträume zwischen einer Woche und drei Monaten zur Verfügung.
  • So pausierst du: Abo auswählen, auf VerwaltenZahlungen aussetzen tippen, den Zeitraum wählen und auf Bestätigen tippen.
  • So kommst du früher zurück: Abo auswählen und auf Fortsetzen tippen.

Der Haken an der Pause: Sie endet von allein. Drei Monate Pause sind eine Abbuchung mit Zeitzünder, und nichts auf deinem Handy warnt dich am Tag davor. Wenn du pausierst, schreib dir das Datum auf, an dem es wieder losgeht.

Was nach der Kündigung passiert

Du nutzt das Abo für den Zeitraum weiter, den du schon bezahlt hast. Googles eigenes Beispiel: Du schließt am 1. Januar ein Jahresabo ab und kündigst es am 1. Juli — nutzen kannst du es dann noch bis zum 31. Dezember, und zum folgenden 1. Januar wird nichts mehr berechnet.

Zwei Sonderfälle lohnen sich zu kennen. Prepaid-Tarife musst du nicht kündigen — sie „haben eine begrenzte Laufzeit … Sie laufen am Ende des Abrechnungszeitraums automatisch ab“, und ein noch nicht genutzter Prepaid-Tarif kann erstattungsfähig sein. Und wenn Entwickler eine App aus Google Play entfernen, wird dein Abo für die Zukunft gekündigt; frühere Abbuchungen sind in der Regel nicht erstattungsfähig.

Später wieder abonnieren

Kündigen ist keine Tür, die hinter dir zufällt. Geh zurück in deine Abo-Liste und tippe beim gewünschten Eintrag auf Erneut abonnieren. Google weist darauf hin, dass sich manche Abos nicht erneut abschließen lassen — dann richtest du sie neu ein, zum dann gültigen Preis. Das ist ein echter Grund, vor dem Kündigen auf den Preis zu schauen, wenn du in drei Monaten ohnehin zurückwillst.

Was Googles Liste nicht zeigt

Die Play-Liste ist genau für eine Sache vollständig: für Abos, die über Google Play abgerechnet werden. Das ist ein viel kleinerer Teil deiner monatlichen Ausgaben, als es sich anfühlt. Nicht auf dieser Liste stehen:

  • Alles, was du auf der Website des Anbieters abgeschlossen hast — die meisten Streaming-Anmeldungen vom Laptop, Nachrichtenportale, Speicherpläne, die meiste Software.
  • Fitnessstudio, Versicherung und andere Verträge, die direkt von deinem Konto abbuchen — in Deutschland typischerweise per SEPA-Lastschrift.
  • Abos, die dein Mobilfunkanbieter auf der Handyrechnung mitführt.
  • Alles, was im Haushalt auf einem iPhone gekauft wurde — das steht in Apples Liste.
  • Alles auf einem zweiten Google-Konto: Arbeitsprofil, alte Adresse, die noch Mails bekommt.

Nichts davon ist ein Fehler von Google Play. Ein Store kann nur zeigen, was er selbst abrechnet. Es heißt aber: Ein aufgeräumter Abo-Bildschirm ist nicht dasselbe wie ein aufgeräumter Kontoauszug — und genau in dieser Lücke leben die vergessenen Abbuchungen.

Zwei Dinge, die still Abos beenden — oder verwirren

Google warnt: Wird deine Zahlungsmethode abgelehnt oder ist sie nicht gedeckt, „wird Ihr Abo möglicherweise storniert“ — und du müsstest es neu abschließen. Ein Blick auf das Ablaufdatum deiner Hauptkarte unter Zahlungen & Abos lohnt sich also, besonders bei allem, was du nicht verlieren willst.

Und für alle, die ihren Kontoauszug genau lesen: Bei einer Verlängerung kann die Zahlungsmethode „bis zu 48 Stunden vor Beginn des nächsten Verlängerungszeitraums mit einer Vorautorisierung belastet werden“. Eine Vormerkung zwei Tage vor dem Datum, das du im Kopf hast, ist also normal — und kein Grund, zweimal zu kündigen.

Google Play listet nur, was Google Play abrechnet

Alles andere — die Anmeldungen auf Websites, das Fitnessstudio, die Versicherung — musst du selbst im Kopf behalten. Oder einmal in Subby eintragen, den Vorlauf wählen und es nie wieder auf dem Kontoauszug erfahren.

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