Abos auf dem iPhone kündigen

Einstellungen öffnen, auf deinen Namen tippen, „Abonnements“ wählen, das Abo antippen, dann auf „Abo kündigen“ tippen. Diese Liste enthält aber nur Abos, die Apple abrechnet — was ein Anbieter direkt von deinem Konto abbucht, etwa Fitnessstudio oder Versicherung, taucht dort nie auf.

Die 30-Sekunden-Fassung

  1. Öffne die App Einstellungen und tippe oben auf deinen Namen.
  2. Tippe auf Abonnements.
  3. Tippe auf das Abo, das du beenden willst.
  4. Tippe auf Abo kündigen. Eventuell musst du nach unten scrollen. Bei manchen Diensten heißt die Taste Alle Dienste kündigen.

Wird keine Taste zum Kündigen angezeigt oder steht dort ein Ablaufhinweis in roter Schrift, ist das Abo laut Apple bereits gekündigt — was du siehst, ist der Zeitraum, den du schon bezahlt hast.

Bevor du auf Kündigen tippst: Die Kündigung schneidet dich nicht heute ab. Du behältst den Zugang bis zum Ende des bereits bezahlten Zeitraums. Die eine Frist, die wirklich beißt, sind Testphasen — Apple sagt dazu: Wer ein kostenloses oder vergünstigtes Probeabo nicht verlängern will, sollte es mindestens 24 Stunden vor Ablauf der Probezeit kündigen. Sonntagabend gekündigt ist bei einem Montagmorgen-Ablauf schon zu spät.

Das Sonderrecht in Deutschland

Für Deutschland dokumentiert Apple eine eigene Regel, die viele nicht kennen. In Deutschland, Israel, Südafrika und der Türkei gilt: „Du hast das Recht, ein Abonnement mit sofortiger Wirkung zu kündigen und jederzeit eine anteilige Rückerstattung zu erhalten.“ Dafür führt der Weg nicht über die Einstellungen, sondern über den Apple Support — Apple schreibt: „Kontaktiere den Apple Support, um ein Abonnement mit sofortiger Wirkung zu kündigen.“

Die normale Kündigung auf dem Gerät bleibt daneben bestehen und tut genau das, was sie überall tut: Sie verhindert künftige Belastungen, und du kannst das Abo bis zum nächsten Rechnungsdatum weiter nutzen. Du hast also die Wahl zwischen „läuft aus und ich nutze es fertig“ und „sofort beenden, anteilig zurück“. Für ein Jahresabo, das gerade erst abgebucht wurde, ist das ein spürbarer Unterschied — für einen Monat, der ohnehin nächste Woche endet, kaum. Welche Erstattung am Ende gewährt wird, entscheidet Apple im Einzelfall; das hier ist eine allgemeine Information, keine Rechtsberatung.

Aktiv und abgelaufen stehen in derselben Liste

Der Abonnements-Bildschirm mischt zwei Dinge, und genau da entsteht die Verwirrung. Apples iPhone-Handbuch beschreibt, was jeder Eintrag kann:

  • Aktives Abonnement — antippen, um es zu kündigen oder eine andere Stufe bzw. einen anderen Abrechnungszeitraum zu wählen.
  • Ausgelaufenes Abonnement — antippen, und du bekommst Erneuern, nicht Kündigen. Das sind alte Abos, die Apple in der Liste behält. Dass eines dort steht, heißt nicht, dass du bezahlst.

Zwei Schalter auf demselben Bildschirm lohnen sich. Mit Familie teilen teilt geeignete Abos automatisch mit deiner Familienfreigabegruppe. Und Belege für Verlängerungen schickt dir bei jeder Verlängerung eine E-Mail — wenn du lieber informiert wirst, statt selbst nachsehen zu müssen, aktivier das, bevor du den Bildschirm verlässt.

Der andere Weg: dein Kaufverlauf

Die Einstellungen zeigen Abos. Sie zeigen keine einmaligen In-App-Käufe, und sie helfen nicht bei einer Abbuchung, die du nicht zuordnen kannst. Dafür gibt es den Kaufverlauf:

  1. Öffne die App App Store.
  2. Tippe oben rechts auf dein Bild und dann auf Apps & Käufe.
  3. Tippe auf Kaufverlauf (ab iOS 17.4). Eventuell musst du dich per Face ID, Touch ID oder Code authentifizieren.
  4. Suche nach Name, Preis oder Bestellnummer — oder tippe auf den Filter „Bezahlt in den letzten 90 Tagen“, um Zeitraum, Kosten, Typ oder (als Organisator:in einer Familienfreigabegruppe) das Familienmitglied zu ändern.

Das ist die Liste, die Apps, In-App-Käufe, Abos, Musik, Bücher und AppleCare+ enthält — der vollständige Nachweis dessen, was deinem Apple Account berechnet wurde.

Familienfreigabe: für andere kannst du nicht kündigen

Führt eine Abbuchung zum Apple Account eines Familienmitglieds, ist Apple eindeutig: „Du kannst das Abonnement eines Familienmitglieds nicht kündigen.“ Diese Person muss dieselben Schritte auf ihrem eigenen Gerät gehen. Am schnellsten findest du heraus, um wessen Konto es geht, indem du den Beleg prüfst.

Was in Apples Liste niemals auftaucht

Jetzt der ehrliche Teil — und der Grund, warum viele meinen, aufgeräumt zu haben, und trotzdem abgebucht werden. Der Abonnements-Bildschirm zeigt nur Abos, die Apple abrechnet: Apples eigene Dienste und Abos, die in einer App aus dem App Store abgeschlossen wurden. Alles andere ist für ihn unsichtbar:

  • Alles, was du auf der Website eines Anbieters mit Karte, PayPal oder Lastschrift abgeschlossen hast — die meisten Fitnessstudios, Versicherungen, Kochboxen, Zeitungen, Speicherpläne und Web-Software.
  • Abos, die über deinen Mobilfunkanbieter laufen. Apples Rat dafür: dich direkt an den Mobilfunkanbieter oder den jeweiligen Anbieter wenden.
  • Abos auf einem zweiten Apple Account, den du ebenfalls nutzt.
  • Alles, was ein Familienmitglied über sein eigenes Konto gekauft hat.

Apple beschreibt auch den Ausweg: Durchsuche deine E-Mails nach den Wörtern „Beleg von Apple“ oder „Rechnung von Apple“ und sieh auf dem Beleg nach, welcher Apple Account verwendet wurde. Steht dort das Konto eines Familienmitglieds, muss diese Person kündigen. Steht dort ein anderes Konto von dir, melde dich damit an. Und findest du überhaupt keinen Apple-Beleg, hast du das Abo vermutlich bei einem anderen Unternehmen abgeschlossen — dann verrät dir deine Bank- oder Kreditkartenabrechnung, wer abbucht, und dort wird auch gekündigt.

Genau dieser letzte Fall kostet Geld, denn dafür gibt es auf dem iPhone keine Liste. Und das ist das ganze Argument für eine eigene.

Vom Mac oder im Browser kündigen

Auf dem Mac: App App Store öffnen, in der Seitenleiste auf deinen Namen klicken (oder auf Anmelden), dann Accounteinstellungen, Abonnements, das Abo anklicken und auf Abo kündigen klicken. In jedem Browser führt account.apple.com zur selben Liste — praktisch, wenn das Gerät mit dem Abo gerade nicht in deiner Hand ist.

Nach der Kündigung

Geh zurück zu Einstellungen → dein Name → Abonnements und prüf, ob beim Eintrag jetzt ein Ablaufdatum statt eines Verlängerungsdatums steht. Schreib dieses Datum irgendwohin, wo du es siehst — taucht danach doch eine Abbuchung auf, hast du einen sauberen Fall für den Apple Support. Und wenn du vorhin die Belege für Verlängerungen aktiviert hast: Heb diese E-Mails auf. Ein günstigeres Prüfprotokoll bekommst du nirgends.

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